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Berlin - Danzig, 29. April 2017 - 07. Mai 2017

Nach dem Ruhetag in Berlin wo ich die besondere Atmosphäre dieser Stadt geniesse, fahre ich weiter Richtung Osten. Den Weg aus Berlin herauszufinden ist nicht ganz einfach. Zwischenzeitlich bin ich auch auf dem Berliner Mauerweg gelandet. Dieser Weg führt dem ehemaligen Bollwerk des kalten Krieges entlang. Nachdem ich in Eberswalde übenachtet habe gelange ich am Tag der Arbeit an die Oder. Auf dem Neisse-Oder Radweg sind auch viele Radler unterwegs, aber keiner will bis Moskau mitkommen. Deutschland ist also wieder einmal von Süd nach Nord durchradelt und ich stehe an der polnischen Grenze. Grenze ist eigentlich übertreiben, denn  nur ein kleines polnisches Wappen deutet auf den Grenzübertritt hin. Mein erster Uebernachtungsort in Polen ist Stettin wo ich auf dem Campingplatz etwas ausserhalb der Stadt übernachte. Die Beiz auf dem Campingplatz macht schon um 17.00h Feierabend sodass  ich mir mein Nachtessen selber zusammenstellen kann. So eine chinesische Nudelsuppe ist immer wieder etwas leckeres.                                                                                            Den Weg den ich nachher wähle ist sicher nicht der schnellste aber bestimmt schöner als via Hauptstrasse nach Danzig zu fahren. So fahre ich von Stettin weiter Richtung Norden an die Ostsee. Ein bisschen Meer muss sein. Dort folge ich ein ganzes Stück dem Ostküstenradweg der zeitweise direkt dem Meer entlang führt. Zum Teil über befestigte oft auch über Waldwege. 

Nachdem das Wetter doch ziemlich kalt ist (nie mehr als 10°C) habe ich an der Ostsee doch einmal im Zelt übernachtet, was mir ein medizinisches Problem bereitet hat. So habe ich mich entschieden, wenn es in der Nacht nicht mindestens 5 - 7°C ist im Hotel zu übernachten.

In Ustka muss ich leider den Ostseeradweg verlassen. Die Regenkleider kommen erstmals richtig zum Einsatz und haben den Wasser-dichtigkeitstest bestanden. Auf dem Weg nach Danzig muss ich zuerst über die Hauptstrasse Stettin-Danzig fahren. Am nächsten Tag denke ich eine Nebenstrasse wäre vielleicht eine gute Alternative. Dass ich auf dieser aber rund 200 Höhenmeter absolvieren muss, damit hätte ich nicht gerechnet. Diese Strecke scheint bei Gümmeler absolut beliebt zu sein. Immer wieder überholen mich die Rennradfahrer. Einmal sogar im 20-er Pulk. Manche feuern mich an und zeigen Daumen nach oben. Sonst scheint mir sind die Polen ähnlich wie die Schweizer. Etwas zurückhaltend. Nachdem ich in Danzig den Campingplatz gefunden habe beschliesse ich hier zwei Nächte zu bleiben um etwas zu regenerieren. Leider hat es im Bungalow keine Heizung. So bleibt mir nur, mich mit genügend Decken und Schlafsack einzudecken.               Am velofreien Tag geniesse ich die schöne Altstadt von Danzig. Auch ein Besuch des Museums Europäisches Zentrum der Solidarnosc darf nicht fehlen. Es ist eine beeindruckende Ausstellung über die polnische Freiheitsbewegung die 1980 in den Danziger Werften von Lech Walesa gegründet wurde und die Demontage des kommunistischen Systems begann.                                                                                                                   Bevor ich morgen weiterradle gönne ich mir noch einen dekadenten Hamburger im Hard Rock Cafe Gdansk.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Berger-Imboden (Montag, 22 Mai 2017 21:20)

    Sälü Chrigu,
    Super, wir gratulieren zum ersten Zwischenziel. Für deine Weiterfahrt weiterhin alles Gute. Hoffentlich mit weniger Verkehr.
    A Gruess us Zollikofe. Therese u Hugo

  • #2

    Adolf- Bähler Ruth und Max (Dienstag, 23 Mai 2017 17:12)

    Wir verfolgen deine spannende Reise und gratulieren zu deinem Zwischenziel. Häbs guet, bi denen viele nöie Ydrück.....