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Gdansk - Moskau, 08. Mai 2017 - 22. Mai 2017

Danzig
Danzig

Nach dem velofreien Tag in Danzig gehts am ersten Tag total flach weiter nach Elblag. Die schöne Altstadt schau ich mir am Nachmittag an. Nachdem mir in den ersten Tagen in Polen der Wind ziemlich heftig entgegenblies hat er jetzt doch etwas nachgelassen. Dafür hat auf dem Weg von Bartoszyce nach Gizycko ein anderes Wetterphänomen zugeschlagen. Ich fahre den ganzen Tag im Schnee herum und bin am abend froh, dass ich im Hotel Wodnik eine warme Dusche nehmen und meine nassen Kleider trocknen kann. Zum Glück war der Wetterspuk nach einem Tag vorbei. Immer ein bisschen rauf und runter fahre ich weiter bis mir plötzlich zwei Tourenradler entgegenkommen. Das Franzosenpaar ist von Frankreich nach China geradelt und mit dem Transsib durch Russland nach Moskau gefahren. Nach zwei Jahren sind sie jetzt auf dem Heimweg durch Polen zurück nach Frankreich. Nach acht Tagen verlasse ich Polen und treffe als erste grössere Stadt in Litauen auf Kaunas. In Kaunas mit der pitoresken Altstadt hat es sehr viele ausländische Touristen. Dementsprechend kann man sich in Eglisch sehr gut verständigen. Das ändert sich in Lettland, wo kaum jemand englisch spricht. Wenigstens ist auf den Speisekarten in den Restaurants die englische Uebersetzung vorhanden.                                                 Als ich in Daugavpils (deutsch: Dünaburg) losfahre, kann ich die warme Jacke erstmals im Gepäck belassen. Endlich etwas angenehmere Temperaturen zum Velofahren. Nach zwei Tagen in Lettland bin ich an meiner letzten Station im Euroraum angekommen. Ludza eine Kleinstadt wo kaum mehr jemand deutsch oder englisch spricht. Nach meiner Wahrnehmung ist ihre sprache etwas russischähnlich.                                   

Mit einem Tag Verspätung stehe ich am 16. Mai an der lettisch - russischen Grenze (mein Russlandvisum wäre vom 15 Mai an gültig). Diese kündet sich mit einer kilometerlangen LKW-Schlange an. Zum Glück muss ich dort nicht hinten anstehen. An jedem der fünf Grenzhäuschen werde ich speditiv abgefertigt. Ohne das Gepäck zu zeigen oder eine Zollerklärung ausfüllen zu müssen kann ich nach einer halben Stunde in Russland einreisen. So treffe ich früh um 13.00h schon an meiem ersten Etappenort in Russland ein. Sebezh ist ein kleines Städtchen an einem schönen See gelegen und liegt etwas ausserhalb der Hauptverkehrsachse. Beim Einchecken im Hotel staune ich, dass die Receptionistin meinen ganzen Pass inkl. der leeren Seiten kopiert. Dies wird am zweiten Tag genauso sein. Am Nachmittag habe ich noch Zeit eine Bank zu suchen und Geld zu wechseln. Schweizer Franken scheinen aber nicht so gefragt zu sein. Die Dame am Schalter nimmt nur US-Dollar oder Euro. Mit dem gewechselten Geld kaufe ich Zwischenverpflegung für den nächsten Tag.                                                                                                    Die nächsten paar Tage bin ich bis kurz vor Moskau auf der Hauptstrasse M9 Riga - Moskau unterwegs. Anfangs mit wenig, je näher Moskau kommt desto mehr Verkehr. Mit dem Fahrrad auf dieser Straase unterwegs zu sein geht eigentlich überraschend gut. Einzig ein paar Raser die zu nah an dir vorbeifahren sorgen für einige Schreckmomente. Aber das gibts bei uns ja auch. Kurz vor Moskau treffe ich Vladimir aus Moskau der mit seinem Fahrrad einen Sonntagsausflug in die Umgebung macht. Wir tauschen Geschenke aus. Er gibt mir russische Schokolade, ich revanchiere mich mit einer Tafel Cailler Milch. Dies ist seit der russichen Grenze der einzige Radler den ich getroffen habe. Am 22. Mai nach einer Woche Fahrt in Russland treffe ich vor dem roten Platz in der russischen Hauptstadt ein. Leider ist dieser durch ein Eisengitter abgesperrt. So entfällt leider das erhofte Foto mit Fahrrad vor der Basilius - Kathedrale.                                                                         


Reiseroutenänderung

Nach längerem Ueberlegen ist mir der Entscheid ziemlcih schwer gefallen. Aus persönlichen Gründen und auf Grund der Erfahrungen in der ersten Woche in Russland entfällt die vorgesehen Strecke Moskau - Irkutsk. Ich plane nach drei Tagen in Moskau Richtung St. Petersburg weiterzureisen. Von dort ist eine Ostseeumrundung via Finnland - Schweden vorgesehen. Wenn alles wie geplant läuft sollte ich im August wieder in der Schweiz eintreffen. Ich werde meine Erlebnisse weiterhin veröffentlichen und würde mich freuen wenn ihr trotzdem ab und zu auf der Homepage vorbeischaut.

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Kommentare: 5
  • #1

    Richard Piccinin (Dienstag, 23 Mai 2017 11:09)

    Hallo Chigi
    Gratuliere herzlich für deine Fahrt.
    Vielleicht triffst du Natascha auf dem Roten Platz!!
    Ich kann schon dein Entscheid nachvollziehen.
    Deine neue geplante Route ist sicher auch sehr spannend.
    Alles Gute für die Weiterfahrt

  • #2

    Feusi Peter + Heidi (Donnerstag, 25 Mai 2017 19:14)

    Tschou Christian
    Herzliche Gratulation zu Deinem Erfolg. Ankunft in Moskau ! Viel Glück bei Deiner Weiterfahrt.
    Liebe Grüsse Heidi + Peter

  • #3

    Peter Neuwerth (Sonntag, 28 Mai 2017 15:27)

    Lieber Christian
    Herzliche Gratulation zu Deiner tollen Leistung. Mit dem Fahrrad in Moskau anzukommen muss doch ein einmaliges Erlebnis sein. Die Baltischen Staaten mit Kaliningrad habe ich im Jahre 2003 mit den SBB - Jahrgängern besucht, wohlverstanden mit dem Zug und von sieben Kollegen behütet. Ich wünsche Dir weiterhin eine erfolgreiche Fahrt in die Bernsteinstadt und dann weiter gegen Norden. Liebe Grüsse von Elisabeth und Peter

  • #4

    Sacha Bösiger (Donnerstag, 01 Juni 2017 08:42)

    Stoney, gratuliere ganz herzlich über dis erschte grosse Etappeziel... es isch eifach dr füüdlebluttwahnsin was du machsch.... Heb Sorg uf dire Witerreis und gniess dr Norde...
    Liebe Gruess us Biberist, Sacha

  • #5

    Berger-Imboden (Donnerstag, 01 Juni 2017 22:01)

    Tschou Chrigu.
    Waren 5 Tage in Ascona. Aber auch hier...jeden Abend einen Blick auf deine Internetseite. Super...jetzt bald eine andere Sprache. Weiterhin alles gute. A Gruess us Zollikofe.