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Sankt Petersburg - Helsinki, 03. Juni - 09. Juni 2017

4.5 Kilometer langer Newski Prospekt, St. Petersburg
4.5 Kilometer langer Newski Prospekt, St. Petersburg

Bei meinem Aufenthalt in Sankt Petersburg war ich vor allem mit Reparaturarbeiten beschäftigt. Am Abend nach meiner Ankunft habe ich einen Fahrradladen in der Nähe des Hotels aufgesucht. Den passenden Pneu habe ich jedoch nicht gefunden. Die Jungs konnten mir aber ein Geschäft nennen bei dem ich den Pneu ganz sicher kriegen werde. So mache ich mich am anderen Morgen auf den Weg zum genannten Laden. Unterwegs schaue ich mir die prächtigen Bauten von Sankt Petersburg an. Im Fahrradladen bekam ich eine gute Beratung und den passenden Pneu. Zwar nicht ein Schwalbe Marathon aber immerhin einen italienischen Vittori. Mit der U-Bahn zurück und den neuen Pneu im Hotelzimmer montieren. Jetzt nur nicht zu viel aufpumpen damit nicht alles wieder platzt. Am zweiten Tag in der Stadt wollte ich eigentlich noch etwas Sightseeing machen und fotografieren. Nachdem ich eine Kanalrundfahrt gebucht hatte und das Boot fotografieren wollte, bemerkte ich, dass der Apparat nicht mehr funktionierte. Auf dem Boot dann nur verwackelte Handyfotos gemacht. Zurück an Land suche ich die halbe Stadt nach einem Fotogeschäft ab. Dort stellen wir fest, dass das Objektiv kaputt ist. Erstaunlicherweise hat er ein gleiches Objektiv auf Lager. So wäre auch dieser Defekt repariert.

So fahre ich am nächsten Morgen weiter Richtung Finnland. Der Verkehr ist erträglich und nach ca. 20 km biege ich auf die Küstenstrasse ein die streckenweise direkt dem finnischen Meerbusen entlangführt. Bei einem Halt am Meer treffe ich den russischen Schriftsteller Leonid Netrebo und seine Familie. Wir machen Fotos und tauschen Internetadressen aus. Eine wirklich nette russische Familie. Danach fahre ich weiter zu meinem heutigen Uebernachtungsort eine Straussenfarm. Der Weg dorthin führt teilweise über eine Sandpiste wo ich mein Rad schieben muss. Zu guter Letzt treffe ich noch auf ein geschlossenes Tor und kein Mensch ist zu sehen. Nach einem Telefonat wird mir doch noch Einlass gewährt. Strausse sehe ich keine auf der Farm aber das Straussenfleisch zum Nachtessen ist nicht schlecht. Vyborg mein letzter Etappenort in Russland ist eigentlch schon ein bisschen westlich geprägt. Auch der Name ist ja nicht typisch russisch. Die Ausreise aus Russland geht dann problemlos von statten. Der Zöllner fummelt nur ein bisschen an meinem Zelt herum und schon bin ich in Finnland.

Kurz nach der Grenze beginnt auch schon der erste Radweg. Was für ein Vergnügen nicht immer zu schauen was von hinten naht. Auf der Fahrt nach Helsinki sehe ich zwar noch nicht das Bilderbuchfinnland mit vielen Wäldern und Seen aber das wird sicher noch kommen. 

Nach einer Fahrt im Regen stelle ich im Campingplatz Rastila in Helsinki mein Zelt im Nassen auf. Das ist ein bisschen mühsam aber wenn das Zelt mal steht und man im innern die Regentropfen auf das Zeltdach klopfen hört ist es recht gemütlich. Auf dem Campingplatz findet ein eigentliches Tourenradlertreffen statt. Es hat andere Fahrer aus der Schweiz, Deutschland und Belgien dabei. Eine schöne Abwechslung nachdem ich zuvor eigentlich keine anderen Tourenfahrer getroffen hatte.

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Kommentare: 2
  • #1

    Berger-Imboden (Dienstag, 27 Juni 2017 14:04)

    Sälü Chrigu,
    Nachdem ich am 17.04. wegen Zügelarbeiten die Startetappe verpasst habe, bin ich am 26.06. nun noch von Olten nach Zollikofen gefahren. Nun bin ich auf dem gleichen Stand wie deine 3 Begleiter, André, Hene u Benu.
    Weiterhin gute Fahrt. A Gruess Hugo

  • #2

    Berger-Imboden (Donnerstag, 29 Juni 2017 20:51)

    auso Chrigu, wir gönnen dir und deinem Rad den Ruhetag. A Gruess Hugo u Therese