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Tornio - Stockholm, 18. Juni - 30.Juni 2017

Schweden und IKEA - gehört irgendwie zusammen
Schweden und IKEA - gehört irgendwie zusammen

Nach dem Ruhetag in Tornio(FIN) bin ich über die Grenze in Haparanda, Schweden eingefahren. Wieder eine Stunde zurückgewonnen. Die Euros kann ich auch für eine Weile versorgen. Es wird mit Kronen bezahlt. Das Preisnivaeu bleibt unverändert hoch. Wäre ich doch in Russland geblieben...

Auf meiner Fahrt Richtung Süden bleibe ich vielfach auf der Hauptstrasse E 4. Diese ist in einer Fahrrichtung  wechselweise zwei- oder einspurig. Wenn sie einspurig ist wirds ein bisschen eng, wenn man rechts eine Leitplanke hat und von hinten Schwerverkehr naht. In Russland konnte ich wenigstens auf den unasphaltierten Seitenstreifen ausweichen. Die Alternative wäre, den offiziellen Ostseeküstenradweg mit vielen Umwegen zu benützen.

Das Verkehrsaufkommen im Norden hält sich aber in Grenzen. Weiter im Süden ändert sich das. Aber hier kann ich ja auf Nebenstrassen ausweichen.

Fast jeden Tag treffe ich einen Tourenradler der Richtung Norden unterwegs ist. Die meisten wollen ans Nordkapp. Darunter hat es ein paar komische Vögel dabei. Einer sagt er sei Deutscher. Ich sage ich bin Schweizer. Er redet aber unaufhörlich auf englisch weiter. Wenn ich ihn auf Deutsch etwas frage, antwortet er auf Englisch.  Oder der andere Deutsche den ich auf dem Campingplatz auf Hochdeutsch mit sehrwahrscheinlich schweizer Akzent frage ob er Richtung Nord oder Süd fahre antwortet mir: Sorry ich spreche leider kein Schwedisch. Sein Kollege hat ihn dann aufgeklärt dass dies nicht schwedisch sondern Schwiizerhochdütsch sei. Aber es ist immer wieder interessant zu hören welche Routen die anderen Radler gefahren sind oder noch fahren werden. Auf jeden Fall hat mir die Route durch Mittelschweden die ich vor vier Jahren gefahren bin besser gefallen als dieses Mal der Küste entlang. Wobei die Strasse ja selten direkt dem Meer entlang führt. Der einzige Tag an dem ich lange eine Küstenstrasse benützen konnte regnete es und war neblig. Schade.

Was uns Schweizer immer wieder beeindruckt ist die Weite und die unüberbauten Flächen die es im Ausland und  auch in Schweden gibt.  Sobald man aus einem Dorf oder einer Stadt heraus ist kommt nur noch Wald und bis ins nächste Dorf dauert es manchmal eine Stunde. Auf dem Fahrrad kann man diese Stille intensiv geniessen. Bei uns ist alles so eng.

Wenn ich mich mit dem vollbepackten Fahrrad in der Fussgängerzone der grösseren Ortschaften aufhalte werde ich immer wieder von den Schweden angesprochen. Sie wundern sich, dass ich den ganzen Weg von der Schweiz in den Norden mit dem Fahrrad gefahren bin. Wenn ich ihnen dann erzähle, dass ich noch einen kleinen Umweg gemacht habe kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch die Begegnungen auf den Campingplätzen mit den Campern und Motorradfahrern sind interessant. Als ich einem deutschen Camper meine bisherige Reiseroute erzähle sagt er nur: "und das soll ich ihnen glauben".

 

Leider ist der italienische Pneu, den ich in Sankt Petersburg gekauft habe nicht von so guter Qualität. Er ist schon ziemlich abgefahren. Heute in Stockholm einen Continental - Reifen gekauft und montiert. Der sollte jetzt wohl die Reise zurück in die Schweiz überleben. Bremsbeläge sind auch ausgewechselt und Kette geölt. Für den nächsten Abschnitt bis Kopenhagen ist also alles bereit. Morgen ist aber erst mal Sightseeing in Stockholm angesagt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Michel (Samstag, 01 Juli 2017 09:15)

    hallo

    Wunderschöne Tour die da macht .
    Haben uns in Stockholm auf Campingplatz getroffen .

    Bin leider wieder Zuhause .

    Wünsche dir noch viel Spaß auf deine restlichen Tour und komm gut nach hause .

    MFG Michel