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Stockholm - København 01. Juli - 07. Juli 2017

Am zweiten Ruhetag in Stockholm absolviere ich noch das Sightseeing-Programm. Die Stadtrundfahrt mit den roten Hop on - Hop off Bussen ist eher enttäuschend. Auch hat es mir nach der Fahrt der Vortage durch die menschenleerren Gegenden Schwedens eindeutig zu viele Touristen. Aber das wusste ich ja zum voraus. Die Altstadt wo sich auch das Königsschloss befindet gefällt mir noch am besten. Viele verwinkelte Gassen und Strassenrestaurants prägen das Bild diese Stadtteils. Die Lage Stockholms am Meer mit den vielen Inseln ist natürlich auch sehr schön. So spaziere ich am Nachmittag noch ein bisschen durch die Fussgängerzone und kehre bald auf den Campingplatz zurück.

Mit neu montiertem Hinterradpneu gehts auf den nächsten  Abschnitt. Die letzten paar Tage in Schweden sind angebrochen. Die deutschen Campingnachbarn kontrollieren mit ihrer Autopumpe noch den Druck meiner Reifen. Den alten Pneu nehme ich zur Sicherheit noch mit. Das gleiche wie in Sankt Petersburg soll mir nicht noch einmal passieren. Nach dem Start in Stockholm will ich eigentlich eine andere Route fahren. Aber plötzlich bin ich zu weit auf der Halbinsel draussen, sodass ich nicht mehr zurückfahren will.  Ich bereue es nicht. Sehr schöne Strasse durch Wälder und an der Südspitze der Halbinsel gehts mit der Fähre ans andere Ufer. Am nächsten Tag dann die unsägliche Fahrt gegen den Wind. Dieser bläst mir genau frontal ins Gesicht. Nach so einer Fahrt hätte man am Abend gerne ein kühles Bier. Das ist aber in Schweden gar nicht so einfach. Alkohol über 3.5% kann nur in speziellen Läden (System Bolaget) gekauft werden. Diese gibts nur in den grössern Ortschaften und die Oeffnungszeiten sind sehr begrenzt. Das System Bolaget dient als Instrument der staatlichen Alkoholpoitik und verfolgt das Ziel, den Alkoholkonsum in Schweden einzudämmen. So bleibt einem manchmal nichts anderes übrig als ein schwaches Lightbeer zu genehmigen. In Jönköping im gleichen Camping eingecheckt wie vier Jahre zuvor auf dem Weg ans Nordkap. Von da an bis Helsingborg bin ich die gleiche Strecke gefahren. An den Wald den ich vor Helsingborg durchfahre mag ich mich noch genau erinnern. Damals schrieb ich ins Tagebuch: Die ersten Eindrücke von Schweden sind überwältigend, endlose Wälder und kein Verkehr auf den Strassen. Und so ist es auch diesmal. So ist die Fahrt mit Fähre von Helsingborg nach Helsingør doch mit etwas wehmütigen Gefühlen verbunden.

Kopenhagen habe ich letztes mal links liege gelassen.Den Besuch dieser faszinierenden Stadt will ich dieses Mal nachhoen. So habe ich Zeit nach der kurzen Fahrt am Abend noch das Zentrum zu besuchen. Da gerade das Copenhagen Jazz Festival bginnt wird in der Fussgängerzone überall musiziert. Auf dem Rathausplatz gibt eine Dixieland-Band ein Gratis-Konzert. Copenhagen, eine wirklich coole Stadt.

Freedom is just another word for nothing left to loose            (Kris Kristofferson)

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