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Hamburg - Kiesen 12. Juli - 27. Juli 2017

alte Elbebrücke, Hamburg
alte Elbebrücke, Hamburg

Den Ruhetag in Hamburg benütze ich zur Velopflege, Kleider waschen und Einkaufen in der Innenstadt. Der Campingplatz liegt ziemlich im Zentrum hat aber keinen Rasen sondern nur einen Kieselsteinboden und Platz für ca. 10 kleine Zelte. Am Abend schaue ich mich noch ein bisschen am Hafen bei den Landungsbrücken um. Auf dem Campingplatz treffe ich zwei Tourenradler aus Meiringen die auf dem Weg an die Nordsee sind. Sie können mir ein paar Tips geben auf welchen Wegen ich nach Bremen, meiner nächste Station gelangen kann. Zum sechsten Mal fahre ich nun durch Deutschland von Süd nach Nord oder umgekehrt. Ist aber immer wieder interessant. Sonst habe ich immer die 1:200¨¨¨¨``````000 Generalkarte Deutschland dabei. Mit Garmin GPS finde ich auch den richtigen Weg. Frage mich manchmal wie die Tourenfahrer früher ohne GPS zurecktgekommen sind. Bis Osnabrück gehts durch flaches Land. Dann sind die ersten Hügel sichtbar. Mein Campingnachbar in Osnabrück, ein Deutscher, ist mit einer Art Transportfahrrad unterwegs. Im grossen Zelt kann er das Fahrrad unterstellen und in einem Klappbett übernachten. Das Nachtessen bereitet er sich auf einem Holzofen zu. Der Rauch hüllt den halben Zeltplatz ein. Von Osnabrück gehts ins Ruhrgebiet wo ich eigentlich erwartet hätte dauernd durch sich aneinander reihende Städte fahren zu müssen. Stattdessen geht die Fahrt über schöne Radwege und grüne Landschaft. In Düsseldorf erreiche  ich den Rhein dem ich bis Basel folgen werde. Ein Besuch der Düsseldorfer Altstadt darf natürlich auch nicht fehlen. Von Düsseldorf bis Köln fahre ich vor allem durch Industriegebiete. Köln kündigt sich mit dem grossen Kölner Dom schon von weitem an. Der Blick auf die Hohenzollernbrücke und den Dom fasziniert immer wieder. Am Nachmittag ist ein Besuch in einem Brauhaus Pflicht. Wenn das erste Bier kommt muss man gleich das nächste bestellen. Das Bier wird in den typischen 0,2 Kölschgläsern serviert. Das Servicepersonal stellt so lange neue Gläser hin bis man den Bierdeckel aufs Glas stellt. Im Globetrotter-Geschäft vervollständige ich meine Ausrüstung wieder. Auf vier Etagen werden Outdoor-Artikel angeboten. Der Laden ist grösser als der Transa in Zürich.

Dann folgt die letzte Etappe die ich alleine zurücklege. Von Köln bis Koblenz führt der Rheinradweg durch das Siebengebirge immer direkt dem Rheinufer eintlang. Am Abend treffe ich meinen Radlerkollegen Ändy der mit dem Zug nach Koblenz gefahren ist und mich nun bis Bern begleiten wird. Ich werde es nun ein bisschen gemütlicher nehmen und mich etwas entschleunigen. Statt zwischen 06.00 h und 07.00 h stehe ich nun um 08.00 h auf. Langsam muss ich mich wieder an das  Leben nach der Tour gewöhnen. Auch die dritte Fahrt durch die Loreley ist sehr schön. Es ist mit 30° der bisher heisseste Tag auf meiner Tour. Wir schaffen es bis Rüdesheim wo wir uns in den Touristenrummel stürzen. Ab Mainz fährt man auf dem Rheinradweg oft auf oder neben dem Rheindeich. Irgendwann wirds ein bisschen langweilig. Aber ich bin ja nicht mehr alleine unterwegs und ab und zu gibts einen Halt bei einem Imbiss. In eher kürzeren Etappen fahren wir bis Breisach wo wir von meiner Familie erwartet und herzlich begrüsst werden. Am nächsten Tag werden wir ab Basel von weiteren Radlerkollegen bis Bern begleitet. Als Highlight der letzten Etappe werden wir in Biberist von Sacha und seinen Töchtern empfangen und geniessen ein vorzügliches Spaghettiessen. Die letzten 20 km von Bern nach Kiesen lege ich alleine zurück und kann noch etwas in mich gehen und die ganze Tour Revue passieren lassen. Am 27. Juli 2017 19.30 h habe ich meinen Wohnort wieder erreicht.

Fazit

Nach 3 Monaten und 10 Tagen wieder zu Hause. Muss mich zuerst daran gewöhnen. Die Tour nicht so geplant war trotzdem sehr schön und sie wird bleibende Eindrücke hinterlassen. Vor allem die Fahrt durch Schweden war für mich beeindruckend. Aber auch Russland werde ich nicht so schnell vergessen. Diese Tour war cool und ich bin dankbar, dass ich sie ohne grössere Pannen oder Unfall beenden konnte.

Allen die mich mit Kommentaren oder anderen digitalen Mitteln unterstützt und begleitet haben möchte ich herzlich danken.

Ohne meine Frau Regula die zuhause zum Rechten schaute und mich stets in meinem Vorhaben unterstützt hat, wäre diese Tour nicht möglich gewesen,

Sobald mein neues Projekt ausgereift ist werde ich an dieser Stelle darüber berichten.

Hier noch die Daten die mein Garmin-Gerät aufgezeichnet hat:

90 Etappen

8856 km

517 Std, 45 Min im Sattel

41526 Meter Positiver Höhenunterschied

17,1 Durchschnitt Geschwindigkeit

249289 Kalorien verbrannt.

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Christian Steiner (Samstag, 29 Juli 2017 17:49)

    Tschau zäme,

    Allen Komentarschreibern und allen die mich auf der Tour unterstützt haben danke ich herzlich

    Chrigu

  • #2

    Feusi Peter + Heidi (Samstag, 29 Juli 2017 18:32)

    Tschou Christian
    Wir gratulieren Dir herzlich zu Deiner vollendenten Tour. Es ist beieindruckend, was Du geleistet hast. Wir wünschen Dir zu Hause eine gute Zeit. Wir nehmen an, dass das nicht Deine letzte Tour war. Alles Gute !
    Herzliche Grüsse, auch Deiner Familie
    Heidi + Peter

  • #3

    Sacha Bösiger (Mittwoch, 02 August 2017 11:39)

    Stoney, ich ziehe meinen Hut.... wie schon gesagt: "dr füüdleblutt Wahnsinn" ! Schön warst du mit deinen Freund Gast bei uns. Die Tür in Biberist, das Gästezimmer, der Rasen für ein Zelt steht dir bei jeder Gelegenheit zur Verfügung falls du Biberist in einer deiner langen Routen (beim Hin- oder Rückweg) einbaust. :-)
    Bist Bald...
    Sacha und Familie, Biberist

  • #4

    Fankhauser Beatrice und Jenni Eduard (Donnerstag, 03 August 2017 11:19)

    liebe Chempu
    härzlech willkomme zrugg...
    Chapeau....
    Guets Iläbe lb Gruess