Perm - Astana 28. Juni - 10. Juli 2018

Nach zwei Nächten im Hotel in Perm wird für die nächsten 12 Tage wieder die enge Koje im Bus unser zuhause sein. Zunächst fahren wir durch den Ural der die Grenze zwischen Europa und Asien markiert. Kurz vor Jekaterinburg passieren wir den Grenzstein. Dort werden natürlich viele Erinnerungsfotos geschossen. Der Ural ist nicht ein Gebirge wie wir es in der Schweiz kennen. In moderaten Steigungen fahren wir rauf und runter bis höchstens 440 M. ü. M. Das Verkehrsaufkommen zwischen Perm und Jekaterinburg ist ziemlich hoch. Es hat vor allem viel Schwerverkehr. Wir haben uns gefragt warum es so viele Lastwagen hat die aussen mit westlichen vorallem deutschen Firmen angeschrieben sind. Dann sind wir drauf-gekommen, dass die Laster nicht für deutschen Firmen unterwegs sind. Es sind Fahrzeuge die im Westen ausgemustert wurden und jetzt noch jahrelang auf Russlands Strassen unterwegs sind. Ausser ein paar Ausnahmen überholen uns die Chauffeure sehr rücksichtsvoll.

Bei der Einfahrt in Jekaterinburg ist uns gleich das WM Stadion aufgefallen. Wegen der Fussball-WM durften unsere Busse nicht in die Stadt hineinfahren. Ich hätte gerne in dieser Stadt einen Ruehtag eingeschaltet. So haben wir uns mit einer zweistündigen Stadtrundfahrt mit dem Rad begnügen müssen. Die WM - Spiele der Schweizer gegen Costa Rica und Schweden konnten wir am Fernsehen verfolgen. Nach Jekaterinburg fahren wir Richtung Süden und auf die russisch-kasachische Grenze zu. Für den Grenzübertritt haben wir unsere Räder im Bus verladen. Am Grenzposten müssen wir alle aus dem Bus aussteigen und die Pässe vorweisen. Nach ca. 2 Stunden können wir in das neuntgrösste Land der Erde einreisen. Auf der Fläche von Kasachstan hätte die Schweiz 66 Mal Platz. Das asiatische Land hat aber nur 18 Mio Einwohner, 7 Einwohner pro km2. An den Gesichtszügen der Einwohner wird mir bewusst , dass ich endgültig in Asien angekommen bin.

Die nächsten sieben Tage gehts weiter durch die Weiten der kasachischen Steppe. Auf endlosen Geraden fahren wir vor allem Richtung Osten. Und wir begreifen warum Kasachstan nur 18 Mio Einwohner hat. Nur ab und zu taucht ein kleines Dorf auf. Sonst gibt es riesige Acker- und Getreidefelder und vorallem viel Steppe wo manchmal eine Herde Rinder etwas Nahrung sucht.  Manchmal ist der Wind uns gut gesinnt. Öfter bläst er uns jedoch direkt ins Gesicht. Etwas monoton zum Radfahren aber irgendwie doch beeindruckend und für uns unbekannt diese Weiten. Da es manchmal auf 100 km keine Verpflegungsmöglichkeit gibt müssen wir aufpassen, dass wir am Morgen genügend Nahrung und Getränke einpacken. Wenn wir am Abend unsere Wagenburg aufschlagen ist das für die Einheimischen ein Spektakel das sie natürlich noch nie gesehen haben. Einmal kommt sogar eine ganze Hochzeitsgesellschaft vorbei und will mit uns mit einem Glas Vodka anstossen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

Am 12 Radtag infolge fahren wir mit Polizeibegleitung in Astana, der kasachischen Hauptstadt ein. Im Stadtzentrum werden wir von einer Presseschar empfangen. Sie machen Interviews und wir kommen uns als kleine Stars vor. Am Abend wird im Staatsfernsehen ein Beitrag über uns ausgestrahlt. Am nächsten Tag entdecken wir einen Artikel in der Tageszeitung. Am Ruhetag machen wir eine Stadtrundfahrt durch die erst 20jährige Stadt Astana.

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Kommentare: 1
  • #1

    Erich und Elsbeth (Samstag, 14 Juli 2018 12:31)

    Chrigu
    nume dass nid meinsch mir heigi di vergässe. Si fasch jede Tag chli mit die ungerwägs. Witerhin aus Guet bi dere unvergässliche Tour.
    Häbs guet liebe Gruess
    Elsbeth und Erich