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Krasnojarsk - Novosibirsk 19. - 24. 06.2019

In vielen Städten und grösseren Ortschaften sind die Zeichen der untergegangen Sowjetunion noch sichtbar. So wie auf dem Bild nebenan das Beispiel von Atschinsk zeigt. Eine Kleinstadt zwischen Krasnojarsk und Novosibirsk. Plattenbau, Hammer und Sichel und davor Lenin der das ganze überwacht. In Atschinsk in einem Super Gosinitsa übernachtet. Das ist leider nicht immer so. Wenn meine Tagesetappe in einer grösseren Ortschaft endet ist es kein Problem ein anständiges Hotel zu finden. Unterwegs sind die Motels doch teilweise in einem schlechten Zustand. Den bisherigen Tiefpunkt bildete die Unterkunft in Itatskyi. Ich übernachtete in einem Container. Die Pritsche war so hart, dass ich meine Schlafmatte für Übernachtungen im Zelt hervorholte um einigermassen schlafen zu können. Der Zimmerschlüssel war von der Gastgeberin nicht mehr auffindbar und die Bude nur von innen abschliessbar. Dusche war natürlich auch nirgends eine vorhanden. Aber für Fr. 9.50 kann man wohl nichts anderes erwarten. Darum bin ich um 05.00 h morgens aufgestanden und um 06.00 h losgefahren um diesen unwirtlichen Ort möglichst schnell zu verlassen. Diese Nacht hätte ich wirklich besser im Zelt verbracht. Sonst lässt es sich in den Motels entlang des Sibir Highway für 15 - 30 Franken ganz passabel übernachten. Die Russen sind ganz hilfsbereit wenn es darum geht auch einen sicheren Nachtplatz für mein Fahrrad zu finden. Einzig auf meine Frage ob ich das Fahrrad aufs Zimmer nehmen kann haben sie meist kein Musikgehör. Ein paar mal konnte ich mein Rad trotzdem aufs Zimmer schmuggeln. Ein ander mal hat die Babuschka um 22.00 h an meine Zimmertür geklopft und gesagt ich müsse noch mein Fahrrad umparkieren. Mein Reisegefährt wurde von einer gegen aussen offenen Garage in einen abschliessbaren Raum disloziert. Hier sollte meinem Aarios wirklich nichts mehr passieren.

In Krasnyy Yar einen Deutschen mit Camper getroffen. Er ist von Deutschland an den Baikal und weiter unterwegs. Da er zwischen Moskau und Novosibirsk keinen Tourenfahrer gesehen habe wollte er den crazy Swiss fotografieren. Am nächsten Tag habe ich dann einen anderen Verrückten getroffen. Den Japaner Daisuke Takanashi fährt rundum und ist via Mongolei auf dem Heimweg.

Ich habe Krasnojarsk und Novosibirsk links liegen gelassen. Hab ich ja schon letztes Jahr gesehen. Wenn alles gut werde ich nächsten Sonntag in Omsk einfahren und dann dort einen Ruhetag einlegen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Erich und Elsbeth (Dienstag, 25 Juni 2019 22:38)

    Tschau Chrigu
    es scheint dir ja gut zu gehen, resp. zu fahren. Wenn wir die Tagesetappen anschauen, dann potzdusig! Wir gönnen dir von Herzen, dass alles gut geht. Erich und ich sich im Moment auch öfters ab 6 Uhr auf dem Fahrrad, denn die Tage sind zu heiss. Da liegen wir gemütlich am Schatten im Liegenstuhl. Nächste Woche besuchen wir Bea und Hanspi, sie sind ja auch schon bald wieder weg. Wir bleiben im Moment zu Hause und warten den Sommer ab.
    Häbs guet und Augen auf! Lieben Gruss
    Elsbeth und Erich

  • #2

    Befund Pit (Donnerstag, 27 Juni 2019 16:37)

    Hallo Chrigu, das geht ja rassig vorwärts bei dir. Schön dass es so gut rollt und das Wetter ist ja auch nicht so schlecht. Wir haben hier auch schon einige Touren unternommen aber da wir ja etwas höher wohnen kommen schon einige Höhenmeter zusammen auf unseren kurzen Strecken. Trainieren bringt eh nicht allzu viel, wir müssen uns ja erst an die Höhe gewöhnen. Freuen uns wenn es losgeht. Es gibt noch einige Besuche, auf E&E freuen wir uns natürlich und hoffen auf schönes Wetter mit etwas weniger Hitze. Im Moment ist es schön heiß, wir geniessen es. Weiterhin gute Fahrt, bis zum nächsten Mal. Herzlichst Bepitha‘s

  • #3

    Berger Hugo u Therese (Donnerstag, 27 Juni 2019 17:55)

    Sälü Chrigu. Komme soeben vom Höck im National. Anwesend: Sommer Benu, Urfer Andre, Pidoux Gerald, Junker Hene, Hurni Jürg u Hottiger Beat. Mir wünsche weiterhin gute Fahrt.
    A Gruess Hugo und Co.