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Novosibirsk - Omsk 25. - 29.06.2019

Für die Fahrt von der Millionenstadt Nowosibirsk zur nächsten Millionenmetropole Omsk hatte ich eigentlich 6 Tage eingeplant. Dank des topfebenenen Geländes und den günstigen Windverhältnissen kann ich die Strecke in vier Tagen abspuhlen.

Ich hätte im Vorfeld der Reise nicht gedacht dass ich mich in Sibirien einmal verfahren könnte. Es gibt ja nur die eine Strasse von Ost nach West. Bei der Ausfahrt aus Nowosibirsk ist es mir aber in der morgendlichen Rushhour passiert. Habe aber nach 1 km festgestellt, dass der Kompass auf dem Navi nach Osten statt Westen zeigt. Anschliessend die Strasse zu überqueren um in die andere Richtung zu fahren ist gar nicht so einfach. Nachdem ich den Ob, sechstlängster Fluss der Welt, überquert habe und den Ausgang aus Nowosibirsk doch noch gefunden habe gehts zunächst dem Flughafen Tolmachevo entlang und dann wieder hinaus in die Weiten Sibiriens. Wäre richtig einsam wenn die vielen LKWs nicht wären. Die meisten Lastwagen-chauffeure verhalten sich ja vorbildlich. Ich vertraue dennoch nicht nur auf das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer die mich überholen. Immer ein wenig ein Blick in den Rückspiegel gibt Gewissheit, dass keine Gefahr droht. Der Rückspiegel ist also für mich ein unverzichtbares Utensil dessen Verlust mich ziemlich schmerzen würde. Aber genau das ist mir passiert. Durch ein Missgeschick ist der Spiegel zerbrochen. Mit dem Spiegel vom Necessaire habe ich ein Provisorium gebastelt. Zum Glück muss ich nur eine Etappe so ausgerüstet fahren. In Omsk kann ich mir einen Ersatzspiegel besorgen.

Es gibt aber auch LKW Chauffeure die Pech haben. Bei Tatarsk einen Lastenzug gesehen der von der Strasse abgekommen und umgekippt ist. Einfach um die Ladung ist es ein bisschen Schade. Die Bierharrassen und Flaschen liegen im Gelände verstreut herum. Die ganze Szenerie ist in eine Bierwolke eingehüllt.

In Barabinsk kann ich feststellen, dass ich doch nicht ganz der einzige Fernradler bin, der auf der Trans Sibir Route unterwegs ist. Einen Russen und die Italienerin Francesca getroffen. Beide sind aber gegen Osten unterwegs. Beim Bier am abend hat mir Francesca gesagt dass mich die gleiche Landschaft noch ein paar 100 km weiter begleiten wird. Aber es ist doch nicht genau gleich monoton wie letztes Jahr in Kasachstan wo wirklich nur Steppe war. Hier gehts doch ab und zu wieder durch einen schönen Birkenwald.

 

Pictures of Omsk

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