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Dresden (D) - Kiesen (CH) 08. - 16. August 2019

Nach dem fünften Ruhetag meiner diesjährigen Tour in der Hauptstadt Sachsens verlasse ich Dresden und meine Reise geht weiter westwärts. Nach einigen Deutschlanddurquerungen Süd - Nord oder umgekehrt (er)fahre ich Deutschland dieses Mal von Ost nach West. Im Gegensatz zu Russland ist die Navigation hier etwas schwieriger. Denn es gibt nicht nur die eine Strasse von Ost nach West. Darum habe ich in Dresden noch Deutschlandkarten im Massstab 1:200`000 gekauft. Mein Garmin-Navi leistet auch gute Dienste beim Finden der richtigen Strasse. Die Deutschen sind übrigens sehr hilfsbereit. Wenn ich an einer Kreuzung stehe und auf der Karte nach dem richtigen Weg schaue, geht es nicht lange und ich werde gefragt ob ich Hilfe brauche. Auch auf den Radwegen ergeben sich gute Gepräche. Meine Radfahrt vom Bajkal in die Schweiz löst bei vielen ungläubiges Staunen aus. Einige fragen auch nach meiner Website. 

Ab Dresden geht es die nächsten drei Etappen ziemlich hügelig weiter. Zuerst durch den Tharandter Wald nach Chemnitz und nach Zwickau. In Deutschland lohnt es sich immer wieder sich die gepflegten Altstädte anzuschauen. So auch in Chemnitz. Ich fahre aber weiter nach Zwickau wo ich etwas ausserhalb des Zentrums übernachte. Mit dem Betreiber des Motels Ibis habe ich noch eine heftige Diskussion, weil mein Fahrrad erst das zweite Mal auf dieser Reise nicht im Hotelzimmer oder wenigstens in einem geschlossenen Raum im Hotel übernachten darf. Dass ich ihm sage nie mehr in einem Ibis Hotel zu übernachten scheint ihn aber nicht gross zu beeindrucken. Mein Rad hat zum, Glück die nacht im Freien unbeschadet überstanden. Nach Zwickau habe ich auch die historischen Städte Jena, Weimar und Erfurt durchfahren. Die 60. Etappe von Erfurt nach Hünfeld ist zweifelsohne die härteste bisher auf dieser Tour. Anderseits bietet die Fahrt durch den Thüringer Wald und das Biosphärenreservat Rhön landschaftliche Schönheiten sondergleichen. Im Thüringer Wald habe ich das Glück, dass die Passstrasse wegen Unterhaltsarbeiten für den Autoverkehr gesperrt ist. Die Aufstiege bis zu 14 % haben es aber in sich und ich bin froh am Abend mein Zelt in der Nähe von Fulda aufstellen zu können. Die nächsten zwe,i Tage fahre ich dann in flacherem Gelände an den Rhein. Die anschliessende Strecke das Rheintal hinauf nach Hause sind dann noch ein gemütliches Ausrollen.

Auf der viertletzten Etappe von Gernsheim nach Rastatt treffe ich am Bahnhof Karlsruhe Radkollege Ändu der mich von hier in die Schweiz begleiten wird. In der Bahnhofunterführung begegne ich zu meiner Überraschung Peter N. der mit dem Zug von der Schweiz angereist ist um mich zu empfangen. Nach der Ankunft von Ändu trinken wir zusammen ein Bier und feiern das Wiedersehen. Peter reist mit dem Zug wieder zurück in die Schweiz während Ändu und ich noch die 30 km von Karlsruhe nach Rastatt unter die Räder nehmen. Dort angekommen können wir im schönen Hotel Schiff einchecken und geniessen anschliessend den Abend bei deftiger deutscher Kost und Bier. Die nächsten zwei Tage fahren wir mehr oder weniger dem Rhein entlang nach Basel. Dort darf ich drei weitere Kollegen begrüssen mit denen wir nach Olten fahren. Im Restaurant Gleis 13 nehmen wir das Abendessen ein. Die letzte Nacht unterwegs verbringe ich im Zelt auf dem Campingplatz Wiggerspitz. Die letzte Etappe fahre ich zusammen mit Hene und Bärni nach Kiesen wo wir von meiner Frau Regula mit Flammkuchen und Lachsbrötli empfangen werden. Eine unvergessliche Tour geht zu Ende. Vielen Dank Regi, dass du mich bei diesem Proekt immer unterstützt hast.

Hier noch die Daten der Tour wie sie mein Garmin-Navi aufgezeichnet hat:

Etappen:               67           

Gesamtstrecke:   8663 km

Gesamtzeit:         453 Std. 25 Min.

Höhenmeter:       45379 m

Ø Geschw.:           19 km/h

 

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